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"Linke" Weihnachtsmänner in Bergisch Gladbach

Am 05. und 06. Dezember 2008 verteilten "linke" Weihnachtsmänner in Refrath und in Bergisch Gladbach vor den Wochenmärkten Infomaterialien, Strohsterne, Schoko-Nikoläuse und Mandarinen an die Bürgerinnen und Bürger.

Unser "hohoho" wurde mit großem Hallo aufgenommen. Zahlreiche Passantinnen und Passanten zeigten sich ebenso erfreut wie deren Kinder, die je nach Geschmack entweder mit einem kleinen süßen oder mit einem kleinen vitaminreichen Geschenk bedacht wurden. Während die Erwachsenen sich wunderten, dass auch einmal eine Partei außerhalb des Wahlkampfes Anwesenheit zeigt, wurden die Leckereien von "den Kleinen" in den meisten Fällen direkt vor Ort verzehrt.

Bei der Gelegenheit ließen es sich die meisten Bürgerinnen und Bürger nicht nehmen, ihren Unmut über die Politik der "bürgerlichen" Parteien Luft zu machen, die zwar im Angesicht der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise Rettungsschirme für Finanzspekulierer aufspannt, aber für "den kleinen Mann" wieder einmal nichts übrig hat. "Als der 'Aufschwung' da war, mußten wir den Gürtel enger schnallen, damit dieser nicht gefährdet würde. Jetzt haben die Bonzen mit ihrer unersättlichen Gier alles verzockt und wir haben bei Zanders deshalb demnächst noch Kurzarbeit. Ich weiss jetzt schon nicht, wovon ich meinen Kindern ein schönes Weihnachten finanzieren soll," so ein junger Vater.

Rentner am stärksten betroffen

Jedoch nicht nur junge Familien oder alleinerziehende Mütter schimpften darüber, dass sie schon seit Jahren in einer "Finanzkrise" stecken, während sich Bankmanager, Immobilienhaie und andere Großverdiener auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen vollstopfen. Insbesondere die ältere Generation, entweder schon in Rente oder aufgrund der Situation auf dem Arbeitsmarkt zumeist von Hartz IV lebend, beklagten die Situation. "Für die Verbrecher in den Vorstandsetagen haben die von der Regierung Milliarden übrig, und unsereins muß sich mit einer Rentenerhöhung von 1,70 Euro im Monat begnügen. Wenn ich daran denke, wie teuer allein der Strom geworden ist, kann ich nur noch weinen," so eine ältere Mitbürgerin. "Was können wir da doch froh sein, dass es wenigstens noch eine anständige Partei gibt, die auch die Interessen der Menschen in diesem Land vertritt und nicht nur die der Wirtschaftsbosse."

Erfreut daürber, dass wir uns für ihre Sorgen wirklich interessierten suchte sie sich anschließend noch einen Stohstern für den Weihnachtsbaum aus. "Der bekommt einen Ehrenplatz", sagte sie zum Abschied.